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Zum Beitrag: Neue Lernkultur wirft bohrende Fragen auf.

Gränzbote v. 17.11.2012

veröffentlicht am: 23.11.2012

 

 

Die Gosheimer Grundschule soll das Lernkonzept einer Gemeinschaftsschule (GMS) erhalten. Die Politik bleibt uns jedoch jeden Beweis für ein Funktionieren der GMS schuldig. Stattdessen werden wir mit Behauptungen und Suggestionen versorgt, also kräftig Gehirn gewaschen. Alle Fakten, Studien und Erfahrung sprechen eindeutig gegen dieses Lernkonzept. Die Behauptung von Referentin Frau Simetrea, es gäbe beim Übergang auf ein Gymnasium kaum Probleme ist abenteuerlich und würde nur zutreffen, wenn Gymnasien dann letztendlich auf dem Niveau von Hauptschulen angekommen sind. Wenn es die Gosheimer einmal dann merken werden, wie sehr das neue Lernkonzept versagt hat, werden ihre Kinder und ihr Wirtschaftsstandort schon verloren haben.

 

 


Zum Beitrag: Jeder Schüler soll in Zukunft Verantwortung übernehmen.

Gränzbote v. 09.10.2012

veröffentlicht am: 24.10.2012


Bei soviel Schieflage weiß man im ersten Moment nicht wo man anfangen soll oder wie man sich gegen so viel Augenwischerei wehren soll. Sicherlich kommt diese Lernstrategie, die sich aus der Philosophie der Gemeinschaftsschule entwickelt hat erst einmal gut an. Aber nur dann, wenn man das Ganze nicht zu Ende denkt.


Hier wird von einem Modell ausgegangen, das den vollkommenen Schüler voraussetzt. Permanent lernbegierig, seiner Verantwortung und der Konsequenzen seines Handelns voll bewusst. Ein Schüler, dem Internet schnuppe ist und der sich lieber selbst in die Tiefen der Mathematik etc. einarbeitet. Solche Idealschüler sind jedoch eher selten. Wenn nämlich ein Schüler von diesem Ideal abweicht und alle Fünfe gerade sein lässt, was ist dann? Sicherlich empfindet er in einer solchen Lernumgebung keinen Druck, ist aber auch nicht besonders weit gekommen. Dies nennt man dann auch „auf der Strecke bleiben“. Damit das nicht geschieht, brauchen Schüler Führung und Motivation durch die bisherige Unterrichtsform. Die ganzen Argumente, gerade auch die aus der aktuellen Hirnforschung, die für eine Gemeinschaftsschule herhalten müssen, können genauso für den bewährten klassischen Frontalunterricht benutzt werden oder sind für die Gemeinschaftsschule zurechtgebogen worden. In meinen Augen ist das Volksverdummung, gezielte Manipulation oder Augenwischerei.


Weiteres unter:

www.arbeitskreis-schule-und-bildung.de

Zum Beitrag: 120 Anträge für Gemeinschaftsschulen.

Gränzbote v. 27.10.2012

veröffentlicht am:05.11.2012


Baden-Württemberg gilt als eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesländer. Als besonderer Erfolgsfaktor ist hier, wie auch in Bayern, das dreigliedrige Schulsystem anzuführen.

 

Grün-Rot hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses bewährte System durch ein System, welchem bisher nur Misserfolge bescheinigt werden, auszutauschen.

 

************ nicht veröffentlichter Teil **************

Der "Schweizerische Beobachter" berichtete bereits vor Jahren, dass an einer von Peter Fratton (Berater des Baden-Württembergischen Kultusministeriums zum Thema Gemeinschaftsschule) betriebenen Privatschule ausgebildete Prüflinge zu 50 % durchgefallen sind - im Landesdurchschnitt (Schweiz) sind es indes nur 5 %.

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In verschiedenen Studien, unter anderem einer Meta-Meta-Analyse («What works», 2009), trug John Hattie, Professor für Erziehungswissenschaft an der University of Auckland, Neuseeland, und heute Melbourne, Australien, empirische Befunde zu den Einflussfaktoren auf das schulische Lernen und Leisten zusammen. Im Laufe von 15 Jahren sichtete Hattie dazu rund 800 Meta-Analysen. Eine Meta-Analyse fasst viele Studien zusammen, die zu einer Fragestellung bereits durchgeführt wurden. Die untersuchten Meta-Analysen decken 52637 Studien im englischen Sprachraum ab. Das Resultat ist ernüchternd. Nein zur sogenannten Gemeinschaftsschule – Ja zur Erziehung und Bildung unserer Kinder!

 

Ob eine Schule in einer Gemeinde bestehen darf oder nicht, hängt vom sogenannten öffentlichen Bedarf ab. Bedarf heißt vor allem: Es muss ausreichend Schüler im Ort geben. Die Gemeinschaftsschule wurde von dieser Bedingung ausgenommen. Während also alle anderen Schularten um ihren Bestand kämpfen müssen, hat die Gemeinschaftsschule per Gesetz eine Bestandsgarantie erhalten. Es geht also hier nicht um die Attraktivität der Gemeinschaftsschule, sondern nur noch um das nackte Überleben als Schule selbst.


Quelle: www.arbeitskreis-schule-und-bildung.de

 

Leserbrief, am 06.10.2012 im SchwaBo gekürzt erschienen

Bildungsschwindel in grün-rot


Eine Schulklasse im bereits angelaufenen Schuljahr aufzulösen, so etwas ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Doch genau so geschah es in Dunningen mit der Abschlussklasse der Werkrealschule. Ich betrachte dies als einen ungeheuerlichen Vorgang, bar jeder Vernunft und Plausibilität.


Dabei war am Ende des vergangenen Schuljahres alles klar. Mit 17 angemeldeten Schülern war die geforderte Mindestanzahl erreicht. Alle gingen folgerichtig davon aus, dass zum ersten Mal die Abschlussklasse einer Werkrealschule auch in Dunningen im neuen Schuljahr starten kann. Dass fünf Schüler sich dann doch anders entschieden war nicht zu erwarten und deshalb stellt die vom Kultusministerium angeordnete Auflösung dieser Klasse nichts anderes als einen eklatanten Wortbruch dar. Zweifellos ist es gerade das, was nicht nur unsere Kinder in dieser ganzen Angelegenheit gelernt haben: Vertrauen auf ein gegebenes Wort und die Verbindlichkeit von Vereinbarungen zählt in diesem Staate nichts.


Man darf allerdings die Frage stellen, weshalb unsere dafür verantwortlichen Bildungspolitiker sich derart widersinnig verhalten? Was ist die eigentliche Ursache dafür? Wenn vom Schulamt die Kostenfrage angeführt wird erinnern wir uns daran, dass gerade diese Regierung zu Beginn ihrer Amtszeit ihnen genehme Parteibuch-Angestellte in Schlüsselpositionen beförderte und sich somit den doppelten finanziellen Aufwand leistet. Jetzt aber, wo es um die Bildung unserer Kinder geht, muss auf einmal gespart werden – Ist das nicht lächerlich? Und warum geht die Kultusverwaltung nicht auf das Kooperationsangebot der Eschachschule ein, die fehlende Krankheitsvertretung aus ihrem großen Lehrerpool zu stellen?


Der finanzielle Notstand ist also nur vorgeschoben, auf Deutsch vorgelogen. In Wirklichkeit geht es hier um die Durchsetzung ideologisch bedingter Bildungsziele. Das über Jahrzehnte bewährte mehrgliedrige Schulsystem soll möglichst schnell dem sozialistischen Konzept einer Gesamtschule weichen.


Unsere Politiker handeln gemäß der Maxime: der "Zweck heiligt die Mittel, ohne Rücksicht auf Verluste". So erklärt sich, weshalb ein Beamter des Ministeriums in der ersten Schulwoche die Schuldatenbank abruft, um die Klassenstärken im Land abzufragen. Per Knopfdruck wird dann entschieden: Alle Klassen die zu Schulbeginn die geforderte Klassenstärke nicht erreichen sind aufzulösen bzw. zusammenzulegen. Diese Vorgehensweise stellt ein Novum in der Schulpolitik unseres Landes dar und ist sozialistischer Dirigismus par exellence. Deshalb auch das allgemeine Desinteresse der verantwortlichen Politiker sich mit der Situation vor Ort auseinanderzusetzen.


Nun ja, Individualismus bzw. am Bedarf orientierte Sonderlösungen sind ohnehin nicht erwünscht – es lebe die Gleichschaltung. Das lässt nichts Gutes erahnen für unser Ländle: Nicht nur ein paar Schwarzwaldtäler werden zuwachsen, sondern in Riesenschritten wird unser Land zur "Sau" gemacht.     

Eberhart Ginter, Kapellenstr. 5, 78655 Dunningen